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Book Review: Intuitiv Abnehmen – zurück zu natürlichem Essverhalten

Book Review: Intuitiv Abnehmen – zurück zu natürlichem Essverhalten

In meinem letzten Post zu meiner Transformation (hier), habe ich auch über das Buch “Intuitiv abnehmen – Zurück zu natürlichem Esseverhalten” geschrieben. Ich habe die 446 Seiten nun endlich durch und versuche schon Vieles, was ich darin gelernt habe, umzusetzen. Wie ich das Buch finde, was mir am besten gefällt und was sich seitdem bei mir verändert hat, könnt ihr nun nachlesen.

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Inuitiv abnehmen

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Der Titel des Buches “Intuitiv abnehmen – Zurück zu natürlichem Essverhalten” ist meiner Meinung nach nicht ganz optimal gewählt. Ich finde, es geht generell um das Thema intuitives Essen. Es gibt auch viele Menschen, die ein unnatürliches Essverhalten in eine andere Richtung haben und dadurch zu dünn sind. Auch dafür ist das Buch bestens geeignet bzw. wird darin erklärt, wie man in solch einem Fall vorgehen sollte.

Die beiden Ernährungsberaterinnen berichten in ihrem Buch davon, dass sie nach längerer Zeit in ihrem Beruf festgestellt haben, dass es nichts bringt, Leuten einfach nur zu sagen “Iss Hühnchen und Reis plus Gemüse am Abend, morgens bitte einen Obstsalat und dazwischen gibt es eine Suppe!”. Die Theorie kennen schließlich die meisten. Man hat durch das Internet eigentlich Zugang zu genug Quellen, die einem Alles erklären zum Thema Abnehmen. Komischerweise haben heutzutage mehr Menschen denn je Probleme mit der Gewichtsabnahme.

Laut dem Buch ist das Problem, wieso Menschen übergewichtig werden bzw. sich über ihrem “Normal-Gewicht” befinden, dass sie verlernt haben intuitiv zu essen. Beim intuitiven Essen vertaut man auf die Fähigkeiten des eigenen Gehirns auszuwählen, was man an Essen braucht und was nicht. Um Jedem, der dieses intuitive Essen über die Jahre verlernt hat zu helfen, sich diese Ernährungsform wieder anzueignen, beschreiben die Autorinnen  in Ihrem Buch 10 Prinzipien oder Schritte. Diese sollte man nach und nach umsetzen und sich aneignen, um wieder inuitiv zu essen.

1. Diätmentalität ablegen

2. Hunger honorieren

3. Frieden mit dem Essen

4. Essenspolizei verjagen

5. Sättigung spüren

6. Genuss entdecken

7. Gefühle bewältigen ohne den Einsatz von Essen

8. Den eig. Körper respektieren

9. Bewegung – den Unterschied fühlen

10. Gesundheit durch sanfte Ernährung

Bei einigen Prizipien meint man sicher, man weiß genau, was dahinter steckt. Doch es gab kein einziges Kapitel, bei dem ich nicht etwas dazugelernt habe. Für mich ist insbesondere das Prinzip Nr. 7 interessant, da ich wie bereits in anderen Posts erwähnt in Stress-Zeiten oder wenn es mir nicht gut geht versuche mit Essen gegenzusteuern. Ich arbeite außerdem an Prinzip 1, 6 und 8. Man nimmt aus jedem Kapitel etwas mit, doch ich denke jeder Leser wird recht schnell feststellen, welche Prinzipien am Wichtigen sind auf dem Weg zu einem natürlichen Esser.

Was hat sich bei mir verändert seit ich versuche ein intuitiver Esser zu werden?

Wenn ich zurückdenke, wann ich aufgehört habe intuitiv zu essen und stattdessen angefangen habe, mir viel zu viele Gedanken über das Essen zu machen, dann fällt mir vor allem die Scheidung meiner Eltern ein. Ich habe früher als Kind bis ich ca. 15 war einfach gegessen worauf ich Lust hatte. Ich war immer schlank. Nach der Scheidung begann ich meistens bei Langeweile und emotionalem Stress mit Essen gegenzusteuern. Schlechte Laune? Dann gönne ich mir eine Flasche Cola und ein Eis. Heute viel zu tun und wenig Zeit für mich? Dann esse ich schnell eine Tiefkühlpizza & noch ein Eis hinterher. Dann habe ich auf jeden Fall genug Energie für den Tag. Letztlich habe ich in diesem ersten Jahr, in dem sich mein Essverhalten so verändert hat natürlich auch zugenommen. Im Umfeld befassten sich bereits mehrere Freundinnen mit dem Thema abnehmen. Gingen in Bauch-Beine-Po-Kurse. Man frühstückte nichts – war total “out”. Und wie man so im Teenager-Alter ist: man orientiert sich sehr an seinem Umfeld. Es gab immer einen Anlass zu dem man wieder besonders gut aussehen wollte. Also trieb ich 3 Wochen vor dem Abi-Ball jeden Tag Sport, aß nur wenig, damit alles perfekt saß. Dann begann für mich das Arbeitsleben und es wurde nicht weniger stressig. Da das ganze Umfeld meist sagte, dass ich ja total schlank sei und ruhig etwas auf den Rippen vertragen könne, aß ich häufig große Mengen über meinen eigentlichen Hunger hinweg. Eigentlich ging es mir damit aber gar nicht gut. Es war manchmal schon ein Wettstreit, wer von den eig. schlanken Mädels mehr aß und wie gut man es ja hatte, dass man so viel essen könnte und trotzdem so schlank blieb. Eigentlich machte man sich selbst was vor. Über die Jahre (ich bin nun 28 Jahre alt), schlichen sich somit ca. 8 Kilo mehr auf meinen Körper. Viele würden mich wohl immer noch als schlank bezeichnen. Allerdings ist es sog. skinny fat. Ich merke selbst, dass dies nicht das Wohlfühlgewicht für meinen Körper ist. Doch dort möchte ich wieder hin.

Ich probiere also nun durch die Prinzipien des intuitiven Essens sanft abzunehmen und mich damit endlich wieder wohlzufühlen. Ohne Kalorien zu tracken, ohne auf mein Umfeld zu hören (“Gönn dir das doch”, “Wolltest du nicht LowCarb machen” oder “du kannst das doch vertragen”). Ich bestimme darüber, was ich meinem Körper wann und in welcher Menge zuführe.

Wie sieht das nun konkret bei mir aus?

Momentan überlege ich mir wenn ich “Hunger” kriege, ob es sich wirklich um biologischen Hunger handelt oder ob es Heißhunger ist. Beispielsweise hat man häufig Gelüste auf Salziges, wenn man zu wenig getrunken hat. Also trinke ich meist erstmal ein Glas oder zwei und sehe was passiert. Wenn es biologischer Hunger ist, überlege ich auf was ich Lust habe. Und ich persönlich habe eig. meistens Lust auf normale Mischkost. Bei dieser Überlegung kann man dann aber auch ganz einfach überlegen, ob dieses Essen gerade sinnvoll ist. Wenn man beispielsweise weiß, dass man abends noch ins Krafttraining geht, dann sollte man einfach ganz neutral überlegen, dass eine Eiweißquelle vielleicht von Vorteil ist. Das Essen bleibt die meiste Zeit “emotionsfrei”, was nicht bedeutet, dass man es nicht genießt. Wenn man Lust hat als Eiweißquelle Hackfleisch zu nehmen, fängt man nicht an zu bemäkeln, dass es ja zu fettig sei und somit “böse”. Es gibt keine Verbote. Wenn man weiß, dass es nichts verbotenes gibt, dann kann man auch wertungsfrei entscheiden, dass man heute fettiges Hackfleisch isst, man es aber vermutlich morgen nicht schon wieder braucht. Plant man allerdings ab der nächsten Woche wieder eine harte Diätphase, so wird das Verlangen auf fettiges Hackfleisch vermutlich bis dahin jeden Tag auftreten, weil man weiß, es ist dann ja nicht mehr “erlaubt”. Natürlich gibt es auch mal sog. “Spaßessen”. Das beschreiben die Autorinnen als Essen, das man wirklich einfach aus Lust isst. Nicht weil der Körper es gerade braucht oder wirklich Hunger hat. Das ist auch ok. Man kann durch das neuerlernte Verhältnis zum Essen auch nach einem Stück zB aufhören, weil man weiß es ist immer verfügbar. Es gibt keine Tage an denen es nicht erlaubt ist.

Ich hatte mir das Erklären des Buches wesentlich einfacher vorgestellt und kann nur sagen, dass es wirklich so umfassend ist, dass man es kaum in einem kurzen Blogpost beschreiben kann. Ich weiß nur, dass es mir insgesamt seit dem Lesen des Buches viel besser geht und ich viel besser mit Essen umgehen kann. Ich erlaube mir Alles. Nachdem ich angefangen hatte mir Alles zu erlauben, hatte ich Lust auf Kinder Pingui. Normalerweise esse ich davon eins, hab aber noch total Lust auf die anderen drei und denke dann den ganzen Tag an nichts anderes als einen Tag später das zweite endlich zu essen. Dieses Mal aß ich alle vier auf einmal. Mit dem Ergebnis, dass mir danach sowas von schlecht wurde. Dies ist eine Erfahrung, die ich nun gemacht habe. Beim nächsten Mal wird es mir absolut nicht schwer fallen zu sagen, ich teile mir diese 4 auf die Woche auf.

Was mir ganz besonders gut gefällt ist der Anhang B. Im Anhang B sind alle Prinzipien, die im Buch sehr ausführlich beschrieben sind nochmal zusammengefasst. Letztlich könnte man nun als Lese-Fauler sagen, dass man dann einfach nur das liest. Allerdings würde ich Euch wirklich raten, das Buch komplett durchzulesen. Gerade die Beispiele verdeutlichen die Prinzipien. Die Autorinnen weisen ebenfalls daraufhin, dass man nur aufgrund der Zusammenfassung möglicherweise nicht jedes Prinzip vollumfänglich versteht und es teilweise auch verwirrend sein kann. Ich werde ermutlich ab sofort eher im Anhang B nochmal nachlesen, um die Prinzipien zu festigen und mir fest anzueignen und nur bei dem Bedarf es erneut zu vertiefen nochmal in das ausführliche Kapitel reingehen.

Im Anhang A sind häufige Fragen zum intuitiven Essen aufgeführt. Auch wenn ich schon ganz hinter diesem Konzept stehe, so stellen sich natürlich noch Fragen. Man ist teilweise unsicher, wie sich einige der Prinzipien auswirken und findet dort kurze und gute Antworten.

Wer ein Fan von Wissenschaft, Untersuchungen & Tests ist, findet eine Auflistung von insgesamt 28 Studien, die sich mit diesem Thema beschäftigen. Teilweise wird auf die Studien im Buch eingegangen. Doch wer es ganz genau wissen möchte, kann sich noch intensiver mit dem Thema auseinandersetzen. Außerdem sind noch 18 Seiten Quellenangaben vorhanden, sortiert nach dem Kapitel, in dem sich die Autorinnen darauf berufen.

Solltet ihr das Buch haben und lovetobefit.de damit unterstützen wollen, könnt ihr das Buch hier über Amazon bestellen (einfach auf das Bild des Buches hier untendrunter klicken). Ansonsten könnt ihr es beim Buchhändler Eures Vertrauens kaufen oder ohne Klicken des Links online. 

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Solltet ihr das Buch kaufen/lesen, dann wünsche ich Euch ganz viel Spaß damit und viel Erfolg bei der Umsetzung, solltet ihr entscheiden auch ein intuitiver Esser zu werden.

 

Eure Steph

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