Nachgefragt: Warum treibe ich Sport und blogge darüber?

Warum Fitnessblogger eigentlich Sport treiben? Diese Frage stellten sich Schorsch und Lotta von TRI IT FIT im Zuge ihrer aktuellen Blogparade und beantworten sie in Ihrem Blogbeitrag Warum treiben Fitnessblogger Sport?  gleich selbst. Ihr findet dort auch weitere Beiträge von anderen Fitnessbloggern! Gerne erzähle ich in diesem Zuge auch warum ich eigentlich Sport treibe und darüber blogge!

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Meine sportliche Geschichte:

Bis ich 18 Jahre alt war, lautete mein zweiter Vorname „unsportlich“.  Mit meinem Mann trat dann auch der Sport in mein Leben ein. Jedoch zugegebenermaßen manchmal eher des schlechten Gewissens wegen. Tatsächlichen „Spaß“ entwickelte ich erst vor wenigen Jahren. Ich entdeckte das Laufen für mich und konnte bisher erfolgreich drei Halbmarathons sowie kürzere Volksläufe absolvieren. Ich merkte jedoch, dass selbst das viele Lauftraining mir nicht den ersehnten Körper brachte, den ich mir erhoffte. Ich war immer schlank und in Kleidung sah auch alles „gut“ aus, doch man konnte meinen Körperbau als klassisches „Skinny fat“ bezeichnen. Die Hauptmotivation lag nämlich letztlich doch irgendwie in einem schönen optischen Äußeren. Ich wollte weg von „Skinny fat“ zu fest, straff und muskulös.

Also begann ich mich im Jahr 2014 intensiver mit dem Thema Krafttraining und Fitness Lifestyle auseinander zu setzen. Selbst das Krafttraining im klassischen Fitnessstudio – wenn es auch schon mehr Erfolg brachte als die Dinge, die ich davor machte, hatten mich noch nicht komplett zufrieden gestellt. Es war irgendwie fast immer Überwindung hinzugehen und das ganze „Für sich trainieren“ in einem Studio zwischen lauter anderen Menschen langweilte mich nach 3-4 Wochen eigentlich immer.

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Seit Januar 2016 mache ich nun Crossfit in einer sog. CrossFit Box und habe damit endlich MEINEN Sport gefunden. Ich hatte noch nie so viel Spaß an Bewegung und meine Motivation ist riesig. Zumal es mich fitter als jemals zuvor gemacht hat! Die enge Betreuung durch einen Trainer ist mir dabei besonders wichtig! Beim CrossFit wird in Kleingruppen (ca. 10 Leute) trainiert. Jeder trainiert das gleiche Programm – gemeinsames Aufwärmen, Kraftpart und ein anschließendes HIT-Workout. Trotzdem kann jeder ganz individuell angepasst seine individuellen Ziele verfolgen. Jeder hat Stärken und Schwächen und man kann Gewichte variieren, die Übungen „scalen“ (d.h. anpassen an die eig. Kraft), so dass jeder auf seinem Niveau gefordert wird. Der eine macht beispielsweise Liegestütze auf den Knien, der andere zieht dabei schon eine Gewichtsweste an usw.

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Das Tolle ist: Kein Training ist wie das andere – ich glaube das hilft mir ungemein, dass ich am Ball bleiben kann. Jeden Tag, den man in die Box kommt weiß man oft nicht, was einen erwartet, denn der Trainer verkündet meist erst kurzfristig, was an diesem Tag dran kommt. Egal, ob man morgens um 6:30 oder mittags um 12 oder abends um 19 Uhr in die Klasse geht: Jede Klasse absolviert dieses Tagesworkout!

Beim CrossFit geht es außerdem nicht darum einen möglichst gutaussehenden Körper zu haben! Ich merke, dass es mich fit macht für den Alltag. Einkäufe schleppen, lange Spaziegänge mit den Hund, Treppen laufen, Reifen wechseln, Wasserkisten tragen – alles viiiiel einfacher geworden seit CrossFit. Es werden viele Alltagsbewegungen imitiert und ich bin froh, dass ich mittlerweile sagen kann: Ach Schatz, das trag ich selbst – ich mache doch CrossFit 😉 !

Was ich seit CrossFit geschafft habe?

  • Handstand an der Wand (kostete mich früher wahnsinnig Überwindung und konnte ich eigentlich nicht mal im Kinderalter)
  • Kraftwertesteigerung in allen Grundübungsbereichen (vor allem Kreuzheben und Backsquats)
  • Seil hochklettern (hätte nicht gedacht, dass ich das jemals in meinem Leben überhaupt machen könnte – die Zombie Apokalypse kann also kommen 😉 )

 

In welchen Momenten hilft mir Sport am meisten?

Mein Vater hat 2016 die Diagnose unheilbarer Hirntumor erhalten und ist leider nach nur rasanten 10 Monaten im Februar 2017 verstorben. Ein Workout ist das, was mir hilft an manchen Tagen nicht durchzudrehen, wenn meine Gedanken wieder und wieder um das gleiche Thema, die gleichen Sinnfragen kreisen und ich unruhig werde, dann powere ich mich eine Stunde aus und danach geht es mir um Welten besser. Gerade nach der Diagnose, als mein ganzes Leben ins Wanken geraten ist, brauchte ich diese Workouts wirklich, um klar denken zu können, um nicht den ganzen Tag zu heulen und um meine Trauer, die ich bereits zu diesem Zeitpunkt erlebt habe, verarbeiten zu können.

Die Tatsache, dass ich beim Workout immer wieder meine Grenzen erreiche und überwinde und besser werde sind Erfolgserlebnisse, die mich unglaublich stark werden lassen für meinen Alltag und mein herausforderndes Leben. Sowohl mental als auch körperlich!

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Da ich aktuell schwanger bin und wir Anfang Oktober unser erstes Kind bekommen, kann ich mich leider momentan nicht so auspowern, wie ich es eigentlich manchmal bräuchte. Ich freue mich daher riesig auf die Zeit nach dem Wochenbett und der Rückbildung, wenn ich wieder durchstarten kann. Dass ich Sport jemals so vermissen würde, hätte ich vor einigen Jahren nicht für möglich gehalten!

Wieso blogge ich darüber?

Für meine Hochzeit im September 2015 wollte ich abspecken, um im Brautkleid eine gute Figur zu machen. Ich war selbst bereits fleißige Blogleserin und dachte mir: Eigentlich kannst du deine Geschichte ebenfalls erzählen und wenn du deine Reise zur Brautkleidfigur öffentlich machst, dann gibt das vermutlich noch das i-Tüpfelchen an Motivation, um auch wirklich dran zu bleiben. Also wurde im Januar 2015 www.lovetobefit.de geboren. Ich hatte bis dato keinerlei Ahnung von irgendetwas in dieser Richtung. Die Tage vor Silvester verbrachte ich mehr oder weniger verzweifelt an meinem Laptop, um meine Website zu gestalten und las mich ein in die Bloggerthematik. Ich hänge auch heute noch riesig hinterher, was die Technik hinter dem allen betrifft, doch das wichtigste ist für mich, regelmäßig zu erzählen, was mich bewegt, was es neues gibt in meinem Leben. Viele treue Leser freuen sich immer über neue Artikel und ich bin froh, dass trotz weniger Artikeln weiterhin alle fleißig mitlesen!

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Aufgrund der Diagnose meines Vaters, meiner Schwangerschaft, einer Hausrenovierung und den vielen Verpflichtungen, die sich daraus ergaben, ist das Bloggen leider etwas in den Hintergrund geraten, doch ich freue mich langsam aber sicher wieder mehr Zeit für meinen Blog zu haben. Es ist wirklich wie ein Baby, dass einem sehr ans Herz wächst, mit dem man sich identifiziert. Ich habe für die kommenden Jahre große Pläne, was das Bloggen betrifft und freue mich riesig auf alles, was ich durch das Bloggen noch erleben darf. Das Schreiben befreit meinen Kopf genauso wie die Workouts manchmal!

Natürlich werden sich alle Themen auf dem Blog auch meinem Leben anpassen. Ab Oktober beginnt mit der Geburt unserer Tochter ein ganz neuer Lebensabschnitt mit neuen Herausforderungen. Da wird es inbesondere spannend, wie man Sport, gesunde Ernährung und Baby unter einen Hut kriegt. Solltet ihr regelmäßig bei www.lovetobefit.de vorbeischauen, werdet ihr all das neben Rezepten und Motivation mitbekommen. Wem die Blogposts zu wenig sind, kann mir auf meiner Facebook Seite und meinem Instagram Account folgen, um noch mehr aus meinem Fitnessbloggerleben zu erfahren!

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Photocredit:

Photo & Make-up Artist Anne Fabian

3. Bild: Pixabay

Hochzeitsbild: Kim J. Kibler Phtographies

 

 

 

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12 comments on “Nachgefragt: Warum treibe ich Sport und blogge darüber?

  1. Hey Steph,

    Danke für deinen schönen ehrlichen Artikel. Ich kenne tatsächlich einige Sitautionen, von denen du schreibst. Vor allem, was die befreiende Wirkung von solchen Power-Workouts angeht. Manchmal hilft einfach nur das, um runterzukommen.

    Ich bin gespannt, was sich hier auf deinem Blog in Zukunft noch tut und wünsche dir alles Gute, vor allem eine unkomplizierte Geburt und bald wieder die Möglichkeit, dich zu bewegen, wie du willst!

    Beste Grüße,

    Lotta

    1. Liebe Lotta,
      danke für deine Worte! Ich bin auch genauso gespannt!
      Toll, dass ich bei der Blogparade dabei sein durfte!
      Es hat wirklich Spaß gemacht, das mal zusammenzuschreiben!
      LG
      Steph

  2. Hey Steph,

    das ist ja eine schöne Geschichte, wie dein Blog entstanden ist :).
    Ist schön zu lesen, dass du durch die Workouts ein Ventil für die Trauer gefunden hast – ich wünsche dir ganz viel Kraft dafür.

    Und wenn euer Baby dann da ist, kannst du auch wieder durchstarten.

    Ganz viele Grüße
    Stef

  3. Schön, dich so noch ein Stückchen näher kennenzulernen. Einiges habe ich bereits hier und auf Instagram mitbekommen. Dein Weg ist beeindruckend und gleichzeitig motivierend. Sei lieb gegrüßt und lasst es euch gut gehen!

    P.S. So ein schönes Hochzeitsfoto.

  4. Also erst einmal ein Kompliment an die tollen Fotos – die sehen ja genial aus!
    Ich kenne soooo viele Leute, welche mit Crossfit ihre Liebe zum Sport gefunden haben und kann es richtig gut nachvollziehen! Die Abwechslung, das Gemeinschaftsgefühl und natürlich auch die Erfolge (die man doch schon schnell sieht) sind einfach unvergleichlich.
    Liebe Grüsse
    Ariana

  5. Bin gespannt, wie es in deinem Lebensabschnitt weitergeht. Der Balanceakt zwischen der Familienaufgabe und Sport ist nicht trivial, aber machbar. Freue mich zu lesen, wie es dir gelingt.

    Sportliche Grüße
    Julian

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