Abnehmfortschritt messen ohne Waage

Abnehmfortschritt messen ohne Waage

Deinen Abnehmfortschritt messen ohne Waage und zufriedener abnehmen? Wieso das häufig von Vorteil sein kann und dir viel exakter darstellt, ob du tatsächlich abgenommen hast, erfährst du in diesem Blogpost.

Abnehmfortschritt-messen-ohne-Waage

Wieso lieber ohne Waage?

Die Waage ist leider tückisch und für viele sehr problembehaftet. Insbesondere Frauen haben oft magische Gewichtsgrenzen, die sie auf keinen Fall jeeemals überschreiten oder unterschreiten wollen. Dabei ist die Waage und vor allem das eigentliche „Problem“ (nämlich die Zahl auf der Waage) erstmal gar nichts anderes als eine nüchterne Zahlenangabe. Sie gibt an, wie viele Kilogramm dein gesamter Körper, d.h. Muskeln, Organe, Knochen, Blut inklusive des aktuell darin befindlichen Wassers, Magen- und Darminhaltes gerade wiegt. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich gibt die Zahl auch Auskunft über die Fettmasse, die zu deinem Körper zählt und hier liegt das Problem. Die Waage wird fast immer noch ausschließlich als Maßstab für den Abnehmfortschritt verwendet. Es ist definitiv an der Zeit den Abnehmfortschritt zu messen ohne eine Waage.

Wenn jemand sagt „Hey, ich habe 20 Kilogramm abgenommen“, dann ist das natürlich eine Wahnsinnsleistung und bei solch einer großen Abnahme kann man auch nicht mehr sagen: „Ach, du hast doch gestern Abend einfach nur wenig gegessen“ oder ähnliches. Wenn es allerdings um die klassischen Schwankungen auf solch einer langen Abnehmreise geht oder um nur wenige 2-3 Kilo und vor allem, wenn du merkst, dass dir ein leichtes Plus auf der Waage während einer Diät schon die Motivation raubt, dann solltest du die Waage vielleicht einfach mal ganz wegpacken und meine Tipps für das Messen deines Abnehmerfolges ganz ohne Waage verwenden!

 

Abnehmfortschritt-messen-ohne-Waage

Tipp 1: Umfänge messen

Um was geht es dir beim Abnehmen eigentlich? In der Regel geht es neben der Gesundheit und Fitness um die Tatsache eine bestimmte Körperform zu erhalten und zB in Kleid XY reinzupassen. Dafür muss man an bestimmten Stellen gewisse Körperumfänge erreichen. So wird aus einer Kleidergröße XL eine Kleidergröße M und ob man in diese M nun mit 60 Kilogramm oder 58 reinpasst oder es sogar 63 Kilogramm sind ist ja eigentlich erstmal echt schnuppe – findest du nicht auch?

Also ist Tipp Nr 1 ganz simpel! Miss deine Umfänge! Investiere in ein ganz reguläres Maßband und suche dir verschiedene Körperstellen aus. Diese misst du immer wiederkehrend (wöchentlich) zur gleichen Uhrzeit unter den gleichen Bedingungen an den gleichen Stellen. Wichtig hierbei: Nach dem Training ist dein Muskel mehr mit Wasser gefüllt und die Beinumfänge können schonmal „dicker“ sein. Ich rate dir einfach, dir einen festen Tag auszusuchen und das Ganze direkt morgens nach dem Aufstehen zu machen.

Bild: pixabay

Welche Stellen bieten sich an?

Insbesondere dir von dir selbst ernannten Problemzonen sind natürlich die Stellen, an denen du dir Veränderung wünschst! Das heißt diese würde ich auf jeden Fall messen. Ansonsten habe ich dir hier ein Schaubild erstellt, wo und wie du misst. Direkt darunter findest du zwei verschiedene Dateien zum Ausdrucken, in die du deine jeweiligen Körperumfänge eintragen kannst, um so deine Veränderung immer im Blick zu behalten! Such dir einfach die aus, die dir besser gefällt. Ich habe das Gewicht mit reingenommen, da es ja auch genug Personen gibt, die emotional nicht mit dieser Zahl auf der Waage kämpfen und daher gerne ganz neutral ihr Gewicht mit dazuschreiben können.

Körperumfänge-messen

Wiege & Messplan Vol. 1

 

 

Wiege & Messplan Vol. 2

 

Tipp 2: Vergleichskleidung

Du hast diese eine Jeans, in die du vor 2 Jahren noch reingepasst hast. Es gibt ja viele, die vertreten die Meinung: Hey, du hast seit 2 Jahren nicht reingepasst, dann wirst du es auch nie wieder – weg damit! Ich sehe das anders! Du hast mal eine Figur gehabt, mit der du dich wohl gefühlt hast (und ich rede hier nicht von der kindlichen Figur mit 14, sondern im Erwachsenenalter 😉 ), dann arbeite an deinem Ziel wieder reinzupassen. Was allerdings total Quatsch ist: Dir absichtlich zu kleine Kleidung kaufen. Du solltest ggf. noch ein altes Bild haben, auf dem du dieses Kleidungsstück trägst und das Gefühl regelmäßig visualisieren. Wie fühlt es sich an, wenn du die Hose oder das Kleid wieder trägst? Probiere von Zeit zu Zeit das Kleidungsstück immer wieder an und freue dich, wenn du nach 4 Wochen bspw. den Knopf wieder zu bekommst.

Hier siehst du mal zwei Beispiele für Hosen, die ganz unterschiedlich an mir aussehen/passen aus der Vergangenheit!

vorher-nachher-Bild

Tipp 3: Vorher-Nachher-Bilder

Wie bereits oben zu sehen, zeigen Bilder oft ganz genau, wie sehr wir uns verändert haben. Wichtig dabei ist: Gleiche Pose, gleiches Licht, etc. Immer wieder sieht man bei Social Media Bilder, auf denen erst ein Mensch mit Übergewicht, traurigem Gesicht und schlechter Pose zu sehen ist und dann beim Nachher Bild wird plötzlich eine schöne S-Kurve mit dem Körper geformt, man strahlt, ist gebräunter und hat noch ein tolles Outfit an! Lasst Euch bitte nicht täuschen. Entweder macht ihr die Bilder mit dem Selbstauslöser oder fotografiert in einen Spiegel rein. Am besten nehmt ihr jeweils drei Bilder:

Von vorne, von hinten und seitlich. Hier ist ein Beispielsbild, wie ich das ganze Darstellen konnte. In den Collage-Apps, die es so gibt, kann man das ganze dann toll vergleichen, gegenüberstellen und sogar mit dem aktuellen Datum versehen! Einfach super!

Hier siehst du mich nach einem knappen Monat CrossFit und beim 2. Bild siehst du meinen Abnehmerfolg mit Intermittierendem Fasten kurz bevor ich schwanger wurde!

1-month-progress

 

intermittierendes-fasten

Anmerkung: Ich hatte übrigens dazwischen wieder einiges zugenommen. Der Grund hierfür war sehr stressbedingtes Futtern, da ich eine schwere Krebsdiagnose in meiner Familie erleben musste. Hier war bei mir die Form und das gesunde Essen erstmal Null wichtig!

Tipp 4: Achte auf deinen Körper

Wie fühlst du dich? Stärker, fitter, besser, attraktiver? Supeer!! Das sind auch alles Indikatoren für deinen Fortschritt! Es geht nicht immer um ein gewisses Gewicht, ein gewisses Kleidungsstück oder Umfänge! Dein Fortschritt kann auch gemessen werden anhand deines Körpergefühls. Gerade viele Mädels, die eine „Hungervergangenheit“ haben, merken plötzlich, dass es sich viel besser, gesünder und fitter anfühlen kann, wenn man zwar 1-2 Kleidergrößen mehr hat und der Körper einfach besser versorgt ist!

Jump

Sprung-Bild: Anne Fabian

Fazit:

Du siehst, dass es viele Wege gibt, um deinen Fortschritt zu messen und dabei die Waage im Schrank zu lassen. Gerade, wenn du sehr unsportlich warst, dann können 60 kg plötzlich viel attraktiver aussehen, wenn du einfach ein paar Muskeln hast und dein Körper stärker ist. Versuche also die Grenzen in deinem Kopf zu ignorieren, lasse das Wiegen im Zweifel am besten ganz sein und orientiere dich an deinem Spiegelbild, deiner Kleidung, deinen Körperumfängen und deinem Wohlbefinden!

Wenn du dich gerade erst mit dem Thema abnehmen beschäftigst, dann sind diese Posts vielleicht etwas für dich zum Weiterlesen:

Wie kann man abnehmen?

Kalorienverbrauch richtig berechnen

Kalorienzählen

realistische Abnehmziele

 

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19 comments

  • ein sehr interessanter Vergleich liebe Steph! wenn ich ehrlich bin war ich seit über 8 Jahren nicht mehr auf einer Waage! als ich in meine erste eigene Wohnung gezogen bin, hatte ich einfach keine Waage mehr und dann auhc nicht mehr das Bedürfnis mich zu wiegen … wann immer die Jeans etwas enger wird, weiß ich, dass ich wohl ein bissel mehr Acht geben muss 😉

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

  • Wow du hast ja in kürzester Zeit einen riesigen Unterschied erzielt!

    Liebe Grüße,
    Yvonne von willascherrybomb.de

  • Vorab erstmal: Was für ein super Foto! 😀 Total cool!

    Und ja, auch ich finde es besser, den Fortschritt beim Abnehmen ohne Waage zu messen. Oft genug habe ich bei Freundinnen, die Abnehmen wollten miterlebt, dass der Frustpegel stieg, weil sie sich total abmühten, auf die Ernährung achteten und Sport trieben, sich auf der Anzeige der Waage aber nicht viel veränderte.

    Ich konnte mir dann den Mund fusselig reden und ihnen erklären, dass sie auch das Gewicht der mittlerweile aufgebauten Muskeln miteinbeziehen mussten etc.

    Sobald sie die Waage verbannten, waren sie viel zufriedener und konnten auch deutlich besser die positive körperliche Veränderung wahrnehmen.

    Ein toller Beitrag!

    Liebe Grüße, Kay.
    http://www.twistheadcats.com

  • Die Waage – das Teil das man besser einfach im Schrank lässt. Ich hab schon so oft Diäten usw hinter mir und der Drang wöchentlich die Waage zu benutzen hat mich wohl immer daran scheitern lassen … Ich stell mich jetzt nur mehr alle paar Monate drauf rein aus Interesse, benötigen würd ich sie wohl nicht xD

    Da ich gerade – wieder mal – motiviert bin etwas Neues auszutesten, werde ich mal deine Tipps zu Herzen nehmen und die Waage bewusst weglassen.

    LG Danie von moreaboutdanie.at

  • Liebe Steph,
    tolles Bild und gelungener Artikel. Sich nicht ständig zu wiegen, wenn man versucht Gewicht zu reduzieren ist extrem wichtig.
    Alles Liebe
    Annette

  • Ich habe zwar eine Waage aber gehe fast nie drauf. Das Gewicht ist mir auch egal. Man merkt es ja auch gut an der Kleidung wie man an deinem Hosenbeispiel sieht.

    Liebe Grüße
    Melanie von https://www.lovingcarli.com

  • Ich habe gar keine Waage zu Hause weil es eben so tückisch ist. Wenn man bewusst trainiert, nimmt man meistens nicht ab, vielleicht am Anfang wenn man viel Wasser verliert aber dann nimmt man an Muskel zu. Und wir alle wissen ja, dass Muskeln schwerer als Fett sind 😉

    Danke für deine Erklärung wie unterschiedlich man Fortschritte messen kann. Ich bevorzuge die Vorher Nachher Fotos aber auch die Abmessungen.

    Alles Liebe,
    Julia
    https://www.missfinnland.at

  • Richtig, richtig gute Tipps, vielen Dank dafür. Ich finde die Waage vorallem dann frustrierend, wenn man so ein Plateau erreicht hat und das Gefühl hat, dass sich einfach gar nichts mehr bewegt, obwohl es natürlich auch einfach sein kann, dass man z.B. Muskelmasse aufgebaut hat.

  • Das stimmt, die Waage erzählt oft eine andere Geschichte! Ich hatte letztes Jahr ein wenig zugenommen und habe jetzt aber wieder in meine alte Hosen gepasst. Ich war so happy, dass ich sie aufgehoben habe – so ein Gefühl hat mir die Waage nie gegeben 😀
    Liebe Grüße
    Dorie von http://www.thedorie.com

  • Wow ein schöner Beitrag!
    Ich finde es viel besser nicht nach Zahlen zu schauen, sondern nach Aussehen und dem eigenen Gefühl! 🙂
    LG Sarah <3

  • Sehr schöne Tipps, als ich selbst noch aktiver Bodybuilder war, sagte auch immer allen, dass man nicht nach der Waage gehen sollte.

    Die Waage kann nämlich sehr trügerisch sein. Momentan ist meine liebste Messmethoder die Anzahl der Löcher in meinem Gürtel. Es sind mal weniger und sobald ich brav auf die Ernährung achte und wieder Sport betreibe werden es wieder mehr

    Lg
    Silviu

    http://www.silviu-reghin.com

  • Bis vor Kurzem habe ich tatsächlich keine Waage besessen. Für eine Diät, die ich jetzt seit zwei Monaten mache, habe ich dann doch eine besorgt. Leider habe ich keine Vorher-Fotos gemacht und auch nicht die div. Umfänge gemessen – was mich im Nachhinein ärgert. Denn an meiner Kleidung bemerke ich die Veränderungen sehr stark und die Waage zeigt -10kg. Aber besonders die Fotos würden mich glaube ich noch mehr motivieren.
    Liebe Grüße,
    Emilie von LA MODE ET MOI

  • Die Waage hat tatsächlich nicht viel darüber zu sagen, ob jemand fit ist oder nicht. Nachdem ich anfing hart zu trainieren, habe ich 5 Kilo zu genommen! Gut damals kam hinzu, dass das Nikotin weg kam, aber dennoch habe ich trotz der Gewichtzunahme fitter ausgesehen 🙂

  • Ein super Beitrag! Ich selbst habe gar keine Waage zu Hause … aber weiß sofort wenn ich zugenommen habe. Ich bin gerade dabei abzunehmen und mir helfen vorher/nachher Fotos sehr gut. Danke für die vielen anderen Möglichkeiten ohne Waage die Fortschritte festzustellen.

    Liebe Grüße
    Verena

  • Du Liebe,

    vorher/nachher – Bilder hab ich auch gemacht und es ist so unglaublich, wenn ich sie mir anschaue 🙂 Ich steige tatsächlich alle 2 Tage auf die Waage. Ich ärgere mich nicht, wenn sie mir 1 kg mehr anzeigt, aber ich weiß dann, dass ich mich ein wenig zügeln muss. Ich brauche da irgendwie die Kontrolle 🙂 Kann mir aber total vorstellen, dass es sehr viele unter Druck setzen würde.

    Liebste Grüße,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

  • Dass mein lieber messen also liegen soll, habe ich schon oft gehört und mir ist auch selber schon aufgefallen dass man dort die Unterschiede wesentlich mehr sieht. Durch den Muskelaufbau kann man ja auch schon mal ein paar Kilo zu nehmen. Viele liebe Grüße und danke für den tollen Artikel Anja

  • Man sollte seinen Abnehmfortschritt wirklich nicht an einer Waage festmachen. Gerade wenn man gleichzeitig mit der Ernährungsumstellung auch mit Sport beginnt verändert sich der Körper deutlich und Maße sagen mehr als die Zahl auf der Waage. ich habe irgendwo mal eine Collage gesehen bei dem ein und die selbe Person bei beiden Bildern das gleiche wiegt, aber einmal untrainiert ist und einmal trainiert. Das fand ich richtig gut.

  • Sehr toller Beitrag!
    Ich habe ja schon eine ziemliche Berg und Talfahrt durch bei meinen Abnehmversuchen und die Waage hat mich immer demotiviert. Dann habe ich sie einfach weggeworfen um ehrlich zu sein.
    Ich versuche es mit Messen, aber für mich ist tatsächlich nur wichtig, wie ich mich fühle und wie es sich bei den Klamotten äußert. Ich finde es irgendwie befriedigender mal ein neues Gürtelloch nutzen zu können, als die kleinere Zahl auf der Waage 🙂 Seitdem bin ich auch viel motivierter beim Sport.

    Liebe Grüße Anni von https://hydrogenperoxid.net

  • Das finde ich richtig gut. Ich selbst hab gar keine Waage mehr im Haus. Wie viel Kilo ich wiege, hilft mir bei meiner Keidungssuche leider nicht.
    Da ist Maße nehmen und aber vor allem das Vergleichsfoto ein viel besserer Orientierungspunkt.
    Liebe Grüße,
    Tama <3

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