Fitness

Durch Änderung deiner Glaubenssätze dauerhaft abnehmen

Wer kennt das nicht? Sätze wie: „Ich gucke den Kuchen nur an und nehme schon zu!“

Du denkst du entscheidest jederzeit über dich und dein Leben? Das kann sein, doch unterbewusst wirst du definitiv von den sog. Glaubenssätzen bestimmt und gesteuert, wie bspw. den oben genannten. Jeder Mensch besitzt sie. Die einen hören mehr, die anderen weniger darauf. Wenn in deinem Leben vielleicht nicht immer alles so rund läuft und du zB auch immer wieder mit dem Durchhaltevermögen bei der Diät haderst, dann kann es sein, dass du vielleicht erst durch Änderung deiner Glaubenssätze dauerhaft abnehmen kannst! Ganz unten findest du ein gratis Printable für dich zur Veränderung deiner Glaubenssätze und eine tolle Buchempfehlung zu dem Thema!

Abnehmen-Glaubenssätze

Was sind Glaubenssätze?

Glaubenssätze sind oft ganze Sätze oder typische Sprichwörter und Redewendungen. Kennt ihr zB den Satz „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“? Es kann so etwas sein wie „In meiner Familie sind alle dick“, „Ich nehme nur schwer ab“,  „Abnehmen ist anstrengend“ … Ich könnte ewig so weiter machen.

Glaubenssätze steuern unbewusst dein Verhalten. Wenn du bspw. den Glaubenssatz hast: „Während stressiger Phasen, kann ich nicht abnehmen“, dann wirst du vermutlich gar nicht erst versuchen während deines normalen, stressigen Alltags abzunehmen und hinderst dich somit selbst einfach mal zu starten mit der Diät!

Glaubenssätze führen oftmals zu Zwängen. Bei uns in der Familie gab es Essen oft als Belohnung. Der Satz „Das habe ich mir jetzt verdient“ oder „Iss deinen Teller auf, dann gibt es gutes Wetter (als Belohnung)“ hängt mir immer noch nach. Ich kann schlecht etwas übrig lassen und belohne mich liebend gerne mit Essen. Unter anderem Gründe für den Abnehmmisserfolg!

Oftmals ist einem das gar nicht so bewusst bis man mal mit der Nase draufgestoßen wird. Deswegen war mir auch dieser Blogpost so wichtig!

Baby

Wie enstehen Glaubenssätze?

In der Regel sind es die eigenen Eltern bzw. die gesamte Familie, langjährige enge Freund sowie die Kultur in der wir leben und deren Werte und Normen, die diese uns vermittelt haben.

Die Sache mit dem leergegessenen Teller stammt häufig noch aus der Generation unserer (Ur-)Großeltern, die in der Nachkriegszeit aufgewachsen sind und nicht in einem Überangebot von Lebensmitteln groß wurden. Wenn die Eltern selbst immer nur behaupten, dass es schlimm sei mit dem Auto in den Urlaub zu fahren, weil es da immer Stau gibt, so wirst du sicherlich genauso denken. Eigene Erfahrungen, die die Eltern vielleicht selbst in der Vergangenheit gemacht haben werden zu ihren Glaubenssätzen, die sie weitergeben. Häufig passiert das total unbewusst!

Erkenne deine Glaubenssätze

Verallgemeinerungen sind immer ein Anzeichen. Wenn du bspw. sagst: Ich kann nie auf mein Stück Kuchen am Sonntag verzichten. Dann ist das definitiv ein Hinweis darauf, genauso wie die Signalwörter „Immer“, „Alle“ etc. Die Kucheneskalation am Wochenende kann dir auch deinen ganzen Abnehmerfolgt zunichte machen (für mehr Infos zum Abnehmen kannst du hier den passenden Artikel dazu lesen: Wie kann man abnehmen?)

Kaloriendefizit

 

 

Genauso sind es eig. Erfahrungen im Leben und Redewendungen aus der Familie, die passend zu diesen abgegeben werden. 5 Diäten gemacht? 5x danach wieder zugenommen und dann sagt dir deine Mutter noch: Schätzchen, du weißt doch: In unserer Familie sind alle dick! Und schon ist der nächste Abnehmversuch in Richtung gesundes Leben und Normalgewicht zum Scheitern verurteilt!

Ich empfehle insbesondere in Situationen in denen man das eig. „unerwünschte Verhalten“ anwendet (zB Griff zu den Chips, Griff zur Pizza, etc.), einfach mal kurz innezu halten und sich zu überlegen, wie man in sich drin gerade zu sich spricht. Redet man zB soetwas wie „Ach, es sind eh alle dick in unserer Familie“ oder irgendetwas anderes? Dann direkt aufschreiben und diese Glaubenssätze sammeln!

Es gibt übrigens auch positive Glaubenssätze. Es gibt ja auch diese immer positiven Menschen. Die haben oft einfach andere Glaubenssätze, wie bspw. „In meiner Familie sind alle erfolgreich“ (ergo: wird man auch erfolgreich, etc.)

Ändere deine Glaubenssätze mit diesen Schritten

Veränderung

1. Zweifel dich selbst an!

Die Realität wird durch jeden Menschen anders gefiltert. Je nachdem, was er für Glaubenssätze hat, wie sein Charakter ist und was er in seinem Leben so erlebt hat. Du denkst bspw., dass du nicht abnehmen kannst, weil dir das die Generationen vor dir so erklärt haben. Faktisch ist es aber so, dass du sehr wohl abnehmen kannst, denn du hast die gleichen Grundvoraussetzungen wie die meisten Menschen und es kommt äußerst selten vor, dass jemand nicht abnehmen kann (aus medizinischen Gründen).

Also zweifel daran, was du denkst, was du nicht kannst und hinterfrage für dich vermeindliche Tatsachen. Erst dann kannst du deine Denkmuster ändern und neu programmieren!

Geschichte

2. Deine Glaubenssätze und ihren Ursprung verstehen

Nun geht es darum deine Glaubenssätze und ihren Ursprung zu verstehen. Sind es deine Eltern, die dir Dinge mit auf den Weg gegeben haben oder wurdest du als Kind mal gehänselt oder von einer Vertrauensperson ausgelacht? Was für Phrasen und Sprüche hast du dir immer wieder angehört (teilweise auch schon als Kind), die für dich zu Glaubenssätzen geworden sind und vielleicht deswegen mit verantwortlich sind, dass du deine guten Vorsätze nicht einhälst?

Meine Eltern haben oft gesagt: „Ach das lohnt sich nicht!“ und oft denke ich bei gesunden Dingen, beim Putzen, bei anderen Sachen „Ach das lohnt sich nicht!“ Es ist ein Glaubenssatz mit dem ich aufgewachsen bin. Ich habe ihn mittlerweile umgedreht und habe einen positiven Satz daraus gemacht. („Es lohnt sich dranzubleiben!“).

 

3. Deine Glaubenssätze hinterfragen

Du hast in der Familie jemanden, der dir gesagt hat: Wir sind keine reichen Leute? Derjenige ist dann tatsächlich bankrott gegangen und musste Privatinsolvenz anmelden? Das bedeutet aber nicht, dass du deswegen nie reich sein kann oder ebenfalls insolvent gehen musst. Du kannst lernen sparsam zu sein, du kannst ggf. einen Job ergreifen, der dir viel Geld einbringt. Du kannst dir Fähigkeiten aneignen, die dir helfen Geld anzusparen.

In meiner Familie – gerade mütterlicherseits – ging immer vieles über belohnen, sich die Zuneigung verdienen und auch Geschenke gab es nur für Gegenleistung. Jetzt, seit ich selbst Mama bin, kann ich das nur zutiefst bedauern und zweifele an immer mehr meiner Glaubenssätze. Das liegt aber vor allem auch daran, dass das meine Mutter selbst viele Dinge nicht erlernt hat und mir so auch nicht anders mit auf den Weg geben konnte. Trotz allem ist das ganze veränderlich! Hinterfrage also auch immer die Glaubenssätze der anderen Personen um dich rum!

 Notizen

4. Finde deine neuen Glaubenssätze

Du selbst kannst entscheiden, wie du über eine Sache denkst, wie du Sachverhalte beurteilst und an was du glaubst!

Wenn du beispeilsweise denkst: Ich kann genauso schlank werden wie alle anderen, dann wird es auch einfacher werden. Anstatt zu denken „Ich nehme schwer ab!“ denkst du eben: „Mein Körper ist gesund und funktioniert. Das Abnehmen ist reine Wissenschaft!“.

Auch wenn dir viele einzelne Glaubenssätze einfallen, so konzentriere dich zunächst auf einen „großen“, den du ändern möchtest. Unser Unterbewusstsein ist sehr faul und möchte immer wieder die gleichen Wege gehen, die es schon kannte anstatt neue Verbindungen zu schaffen. Das Wissen über diese Bequemlichkeit deines Kopfes kennst du nun und kannst somit verhindern in diese Falle zu stolpern. Also arbeite an der einen Sache, die dich am meisten hindert.

Smoothie

5. Übung macht den Meister!

Und jetzt kommt das wohl mühsamste an der ganzen Thematik „Glaubenssätze!“ Das Üben!

Ein super Beispiel dafür ist es bei schlechter Laune einfach mal zu lächeln. Na? Immer noch so schlecht gelaunt? Handlungen sind wichtig! Einfach tun! Beim nächsten Supermarktbesuch deine Einkäufe mal danach auswählen, wie du als schlanke Person einkaufen würdest. Würden dann auch Fertigpizza, Schokoriegel und Softdrinks in deinem Einkaufswagen landen? Versetz dich mal in dein zukünftiges Ich hinein und visualisiere, wie es sich anfühlt schlank zu sein, was dann besser wäre und wie toll es sich anfühlt deinen Einkaufswagen mit gesunden und frischen Nahrungsmitteln zu bestücken.

Du hast Angst vor Kritik anderer, wenn du einfach mal klar sagst, was du denkst? Trotzdem einmal machen. Du wirst es nicht von jetzt auf gleich in jeder Situation schaffen, aber mit jedem kleinen Mal wirst du besser darin und selbst, wenn andere dich dann kritisieren? Na und? Du musst nicht Everbody’s Darling sein, sondern du darfst sein wie du bist und deine Meinung kundtun und zu deinen Werten stehen! Ich werde ab und an gefragt, ob ich einen schlechten Tag habe? Nein, den habe ich nicht, ich habe nur mittlerweile mehr ehrliche Tage als „Ich bin freundlich zu Allem und Jeden“-Tage und das tut mir sehr gut, denn so muss ich mich nicht mehr verstellen.

Mit jedem Mal, dass du die neuen Denkwege einschlägst, desto einfach fällt der Gang beim nächsten Mal! Du hast eine neue Situation erfolgreich gemeistert? Daran erinnert sich auch dein Unterbewusstsein und ist bereit beim nächsten Mal noch ein wenig besser zu agieren!

Ich empfehle dir deinen Glaubenssatz mindestens einmal am Tag bewusst zu machen! Schreibe ihn auf Post its und hänge diesen neuen Glaubenssatz an prominente Stellen (Kühlschrank, Badspiegel, Auto). Hast du schonmal über ein sog. Moodboard nachgedacht – eine Art Collage zur Motivation? Auch hier kannst du deine neuen Glaubenssätze einarbeiten! Dazu gibt es aber in einem anderen Blogpost aber mehr Infos!

Wecker

Was passiert, wenn ich einen Rückfall habe und wieder „falsch denke“?

Einfach entspannen! Es ist doch toll, dass dir das Ganze aufgefallen ist und dir bewusst ist, dass es sich dabei um deine alten Denkmuster und Glaubenssätze handelt. Mach einfach weiter! Niemand ist perfekt! Es dauert einfach seine Zeit die neuen Verbindungen im Gehirn zu erschaffen und du wirst nicht von jetzt auf gleich alles ändern können, was sich teilweise über zwanzig, dreißig oder mehr Jahre ausgebildet hat! Dieser Wechsel zwischen altem und neuem Denken kann bis zu einem ganzen Jahr dauern. Der wirklich erfolgreiche, lässt sich von Rückschlägen auf jeden Fall nicht aufhalten.

Alles oder nichts

Das klingt nach viel Arbeit und das ist es auch! Doch ich kann dir – mit einem meiner neuen Glaubenssätze sagen – ES LOHNT SICH DRANZUBLEIBEN!

Lade dir hier dein gratis Printable für die Umformlierung deiner Glaubenssätze herunter:

Glaubenssätze Worksheet

Wenn du noch mehr über Glaubenssätze lesen möchtest, empfehle ich dir folgendes Buch, das ich auch gerade durcharbeite (Affiliate Link):

Was sind deine negativen oder positiven Glaubenssätze? Gibt es etwas, das du gerne ändern würdest und bei dem du dir immer wieder selbst im Weg stehst?

Fotos von mir: Anne Fabian (Photo & Make-up Artist Anne Fabian)

andere Bilder: pixabay

8 comments on “Durch Änderung deiner Glaubenssätze dauerhaft abnehmen

  1. ich bin auch absolut der Überzeugung, dass man mit der richtigen Einstellung – und eben bestimmten Glaubenssätzen – alles erreichen kann. an dem Spruch, der Glaube versetzt Berge, ist eben auch was wahres dran 🙂

    toller Beitrag meine Liebe!

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

  2. Danke für diesen wirklich wichtigen Beitrag. Die Tipps sind wirklich hilfreich und auch wenn ich nicht unbedingt abnehmen will, kann ich die Tipps sicher auch auf andere Situationen im Leben anwenden 🙂

  3. Toller Beitrag und ich stimme echt zu. Man muss einfach sein ‚Denken‘ verändern. Mit WW hab ich auch innerhalb von 3 Monaten 10 kg abgenommen und halte jetzt das Gewicht seit ca. 6 Monaten 🙂 Und ich dachte vorher auch nie, dass ichs schaffen könnte. Gute Tipps zeigst du da auf <3

    Liebste Grüße,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

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