Wie ist das erste Jahr mit Kind? Ein Jahr Mama-sein

Wie ist das erste Jahr mit Kind? Ein Jahr Mama-sein

Geplant war, diesen Post pünktlich zum ersten Geburtstag meiner Tochter Mitte Oktober online zu stellen, aaaaaber da sind wir direkt beim entscheidenden Punkt: Planung und Kind. Ich halte zwar immer noch die meisten Termine problemlos ein, komme auch so gut wie immer pünktlich, doch ich habe aufgehört zu lange im Voraus zu planen. Um mich rum fragen Viele: Wie ist das erste Jahr mit Kind?

Nach meinen Rückblicken nach 4 Monaten sowie 8 Monaten, kannst du heute mein Fazit nach einem Jahr lesen!

Das erste Jahr mit Kind

Es ist turbulent, es ist aufregend, es verändert sich vermutlich selten so Vieles in so kurzer Zeit – vor allem dieser kleine süße Mensch, der ab sofort zum Leben dazu gehört als wäre er schon immer dagewesen. Man wächst mit seinen Aufgaben. Ich kenne viele mit zwei Kindern, die sagen: Ein Kind ist kein Kind. Das mag sein, aber sieht man glaube ich erst so, wenn ein zweites da ist. Wir haben aber irgendwie auch zwei Kinder – da gibt es ja noch unseren Hund, der auch raus will. Auch als die Kleine 2 Monate war, es nass und regnerisch draußen war. So hat wohl jeder seine Baustellen und empfindet es sicher auch anders.

Die eine Mama kommt mit dem Schlafentzug super klar, eine andere geht schon nach 2 Nächten am Stock. Ich habe es relativ lange ganz gut hinbekommen glaube ich, doch nun nach einem Jahr zerrt es doch sehr. Ich sehne mir 6 Stunden ununterbrochenen Schlaf häufiger herbei, aber das Gute ist, dass man nach einem Jahr entspannter wird und endlich ganz sicher weiß: Alles ist eine Phase – die guten und die schlechten Phasen hören irgendwann auf. Bei den Guten darf es natürlich dauern bis sie aufhören 😉 .

 

Schlaf

Das wohl meistgefragteste Thema ist: Naaaa, schläft sie durch? Nein tut sie nicht und das ist in dem Alter auch ganz normal. Dieses Battlen unter manchen Müttern finde ich einfach nur schlimm. Ich tausche mich aber trotzdem gerne aus mit Mamas, die ähnlich alte Kinder haben. Es tut gut zu hören, dass es der anderen ähnlich geht oder dass sie eben andere Probleme hat. Da ist man dann wieder froh, dass man diese nicht noch on top hat. Sich mit Leuten auszutauschen, deren Kinder schon um einiges älter sind oder gar mit der Generation über uns ist teilweise sehr schwer. Man merkt wie schnell da Dinge „gar nicht so schlimm waren“. Angeblich haben viele Kinder „eigentlich echt gut geschlafen“. Ich denke, das ist der Verdrängungseffekt und ich denke, wenn es den nicht gäbe, würden die meisten Eltern vielleicht oft kein Zweites wollen.

Aktuell schläft sie teilweise noch beim Stillen ein, teilweise durchs Herumtragen, doch wir versuchen nach und nach, dass sie einfach einschläft, wenn wir uns mit ihr hinlegen. Beim Papa klappt das schon immer mal ganz gut, da es da schließlich auch keine Milch gibt.

Babygirl

Thema 2. Kind

Typisch für unsere Gesellschaft: Und, plant ihr schon das Zweite? Puuuuh, da leben einige schon wieder auf der Überholspur. Sicher macht man sich so seine Gedanken und grundsätzlich wollen wir auch auf jeden Fall noch ein Kind, aber jetzt haben wir erstmal eins, wir wollen die Zeit, während der so viel passiert intensiv genießen und wollen im Falle eines zweiten Kindes auch, dass das Erste das richtig wahrnehmen kann, dass wir dem Zweiten dann die gleiche Aufmerksamkeit schenken können. Ich kann Eltern verstehen, die alles „schnell abhandeln“ wollen, aber ich möchte mich da nicht stressen und habe auch, was das Alter von mir betrifft keinen Stress. Außerdem kann man vieles Planen, aber vielleicht sieht das Universum auch nur ein Kind für mich vor. Nichts genaues weiß man nicht 😉 .

Wenn es irgendwann soweit ist, dass Kind 2 unterwegs ist, werden sicherlich alle rechtzeitig einen Tag vor der Geburt oder so informiert. Kleiner Scherz! Übrigens wünsche ich mir als zweites gerne einen Jungen, da ich gerne beide Geschlechter mal erleben würde, aber mein Gefühl sagt mir, dass ich vielleicht noch einmal Mädelsmama werde. Mal sehen, was mein Gefühl mir dann sagt, wenn es soweit ist! Das darf aber auch gerne noch 3-4 Jahre dauern!

Toddler

Stillen

Woooow, zum Thema Stillen liest man ja allerlei. Ich habe gerne gestillt – insbesondere auch, weil ich viiiiel zu faul wäre diese Logistik mit den Flaschen durchzuführen. Ich weiß, wer sein Kind mit Flasche füttert empfindet das nicht so kompliziert, aber ich stelle es mir echt nervig vor. Da wären wir wohl wieder beim Thema „Man wächst mit seinen Herausforderungen“. Also wir haben es mal versucht, dass Muttermilch aus der Flasche gefüttert wird, fand sie uncool, also haben wir es nicht weiter verfolgt. Der Anfang ist hart mit dem Stillen, aber ich bin stolz, es nun mittlerweile 13 Monate geschafft zu haben. Damit will ich mich nicht besser stellen, aber es ist eben mehr Herausforderung, da man als Mama viel, viel mehr gefragt ist als Papa, Großeltern und Co. Ich bin aber froh diese intensive Zeit mit meinem Kind geteilt zu haben.

So langsam ist nun die Zeit des Abstillens gekommen. Ich würde schon gelegentlich gerne noch stillen, doch ich will nachts nichts mehr stillen, arbeite nun tagsüber wieder und bin auch Ende November ein Wochenende nicht da. Dazu kommt, dass ich im kommenden Jahr eine versprengt Brustdrüse operativ entfernen lassen werde und ich dafür eben auch abstillen muss. Ein weinendes Auge ist trotzdem dabei. Nicht zuletzt, da ich dank Stillen meinen Kalorienverbrauch schon sehr erhöht habe und immer gut futtern konnte 😉 (Achtung Spaß!).

Fremdbetreuung

Das erste Jahr haben sich zu 99% nur mein Mann und ich um die Kleine gekümmert und das würde ich auch bei einem zweiten Kind wieder so machen. Klar war immer mal hier und da ein Stündchen mit den Großeltern, Tanten, Onkels, aber insbesondere in den ersten 3-6 Monaten sehe ich keine Notwendigkeit, dass man sein Kind bereits tageweise abgeben muss. Ja das ist anstrengend, aber man hat sich eben auch für eine Herausforderung entschieden und ich kann es nicht nachvollziehen, dass manche schon 6 Wochen nach der Geburt auf Konzerten, Parties & Co. rumspringen müssen und einen Babysitter suchen.

Da ich rückblickend aus meiner Babyzeit und Kindheit einige Notizen gefunden habe, wie bei mir verfahren wurde (Schreien lassen, mit 3 Wochen bereits abgeben) bin ich froh, dass hier ein Umdenken stattfindet und man mit seinen Babies mittlerweile artgerechter umgeht. Im Nachgang betrachtet ist dieses Jahr auch soooo schnell gerast, dass ich das Ganze mittlerweile nicht mehr als so anstrengend empfinde.

Wenn die Maus 15 Monate ist, startet bei uns die Krippeneingewöhnung (4 Tage bis 14:30 Uhr), die der Papa übernimmt und dann beginnt wieder eine ganz neue Zeit für uns.

Essen-baby

Essen

Wir haben relativ spät mit der Beikost angefangen und sie isst auch recht wenig. Mit sinkender Stillhäufigkeit wird das langsam mehr, aber sie ist kein Kind, das das ganze Gläschen weghaut. Außerdem will sie mehr und mehr am Familientisch mitessen bzw. zumindest probieren.

Da sie so schlecht gegessen hat, habe ich wenig selbst gekocht, da es mir einfach zu schade war. Was sie gerne isst: Knuspererdbeeren/Flips & Hirsekringel, dieses gepuffte Knäckbrot, Obstmark & ihren Abendbrei. Ansonsten sind Gläschen mit Nudeln und Reis recht gut im Kurs. Aber auch da bin ich froh, wenn sie nach und nach mehr vom Tisch mit isst und man alles ein wenig entspannter sehen kann.

Fazit

Mamasein ist toll, Mamasein ist aber genausp anstrengend, manchmal wünscht man sich nichts mehr als noch mehr Kinder zu haben, die einem so viel Liebe schenken und manchmal wünscht man sich einfach seine Ruhe 😀 Es ist definitiv die spannendste und aufregendste Zeit, die man als Mensch beschreiten kann. Ich freue mich auf jeden Fall auf das zweite Jahr mit ihr. Ich habe gemerkt, dass ich nicht so sehr Baby-Mama bin. Mir macht es viel mehr Spaß, dass sie nun interagieren kann (wenn das auch manchmal heißt 20 Mal NEIN zu sagen), dass sie robuster ist, man sie sich einfach mal auf die Hüfte setzt und und und. Vor allem freue ich mich auf Spielplatzdates mit ihr, auf weiteres Weltentdecken und die ersten Worte!

Ich weiß auch, dass ich im Falle eines zweiten Kindes wieder froh sein werde, wenn die Schwangerschaft und die erste Phase rum ist. Ist nicht so meins und empfinde das nicht als so romantisch wie manch andere Mama.

Wie habt ihr das erste Jahr mit Kind empfunden? Wo steht ihr bzgl. Betreuung, Essen, Stillen & Co. Habt ihr noch Fragen an mich?

 

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